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Neues Standardwerk zu Energietechnologien in Deutschland

Im Herbst wird das neue 7. Energieforschungsprogramm (EFP) der Bundesregierung verabschiedet. Das Leitprojekt Trends und Perspektiven der Energieforschung, Teilvorhaben: Technologien fr die Energiewende kurz TF_Energiewende liefert eine wesentliche wissenschaftliche Basis fr die Entwicklung des Programms. Das Projekt fhrte das Wuppertal Institut federfhrend mit 12 weiteren renommierten Forschungseinrichtungen durch. Nun liegen die Ergebnisse ffentlich zugnglich vor: Sie geben einen umfassenden berblick zum Innovations- und Marktpotenzial der einzelnen Energietechnologien, bewerten Chancen und Risiken sowie den mglichen Beitrag zur Umsetzung der Energiewende und zeigen den Forschungs- und Entwicklungsbedarf. Zwei umfangreiche Bnde mit 31 einzelnen Technologieberichten, ein zusammenfassender Bericht sowie ein Methodikband wurden jetzt offiziell an den parlamentarischen Staatssekretr Thomas Barei des Bundesministeriums fr Wirtschaft und Energie (BMWi) berreicht.

Technologische Innovationen sind ein Schlssel fr den Erfolg der Energiewende. Nachhaltige Energietechnologien zu erforschen und zur Marktreife zu entwickeln ist das Ziel der Energieforschung. Nur durch bestndige Forschung und Entwicklung neuer Technologien ist es mglich, kontinuierlich eine hhere Energieeffizienz im Energiesystem zu erreichen, erneuerbare Energien noch strker nutzen zu knnen, die Systemstabilitt aufrechtzuerhalten und zugleich die Kosten zu senken. Energieforschung kann zudem einen wichtigen Beitrag dafr leisten, die Marktposition der deutschen Wirtschaft auf dem Weltmarkt zu festigen. Das Energieforschungsprogramm der Bundesregierung, das gerade berarbeitet wird, bildet hierfr den zentralen Rahmen.

Das Wuppertal Institut liefert federfhrend mit dem Leitprojekt Trends und Perspektiven der Energieforschung, Teilvorhaben: Technologien fr die Energiewende kurz TF_Energiewende eine zentrale und umfassende wissenschaftliche Grundlage fr diesen Prozess. Zu den Verbundpartnern gehren das Fraunhofer-Institut fr System- und Innovationsforschung ISI und das Institut fr ZukunftsEnergie- und Stoffstromsysteme (IZES); zehn weitere renommierte wissenschaftliche Institute untersttzten das Groprojekt. Das Bundesministerium fr Wirtschaft und Energie (BMWi) frderte das Projekt von August 2016 bis April 2018 mit rund 1,3 Millionen Euro.

Detaillierte Bewertung von Energietechnologien

Ein zentrales Ergebnis des Projekts sind 31 Technologieberichte, die auf insgesamt ber 1.700 Seiten den aktuellen Wissensstand zusammenfassen. Jeder einzelne Bericht gibt einen berblick ber zentrale Technologien, die nach heutigem Stand fr die Energiewende derzeit und knftig einen relevanten Beitrag leisten knnen. Innerhalb von TF_Energiewende fhrte das Konsortium eine umfassende multikriterielle Bewertung des Potenzials von Energietechnologien durch. Diese umfasst unter anderem das Innovations- und Marktpotenzial einzelner Energietechnologien sowie die damit verbundenen Chancen und Risiken. Mit dem Projekt liegt eine umfassende Wissensbasis vor, die eine Einschtzung ber die groe Bandbreite der heute in der Diskussion befindlichen Energietechnologien ermglicht. Sie zeigt auf, welchen Beitrag sie zur Umsetzung der Energiewende grundstzlich leisten knnen und wo auch noch Technologielcken bestehen, die zuknftig geschlossen werden mssen, sagt Prof. Dr.-Ing. Manfred Fischedick, Vizeprsident des Wuppertal Instituts.

Die Technologieberichte geben dem BMWi konkrete Hinweise, die bei der Weiterentwicklung der Energieforschungspolitik und der Vorbereitung des 7. Energieforschungsprogramms (EFP) bercksichtigt werden knnen. Zustzlich dienen sie der Wirtschaft als wichtige Grundlage etwa fr die Entscheidung ber Entwicklungsschwerpunkte und sollen Forschungseinrichtungen dabei helfen, Prioritten bei Forschung und Entwicklung zu formulieren. Zudem untersttzt das neue Technologiekompendium die interessierte Fachffentlichkeit bei der Meinungsbildung. Damit legen die Verbundpartner ein umfassendes und aktuelles Standardwerk vor. Die Berichte dienen auch in den kommenden Jahren als umfassendes Nachschlagewerk mit vielfltigen Informationen zu 31 Technologiefeldern des Energiesektors, erlutert Dr. Peter Viebahn, stellvertretender Leiter der Abteilung Zuknftige Energie- und Mobilittsstrukturen am Wuppertal Institut.

Begleitet wurden die Berichte durch eine Innovationslckenanalyse auf Grundlage aktueller sektorbergreifender Zielszenarien fr Deutschland und die Welt. Mittels ihrer Hilfe zeigte das Konsortium auf, wo mgliche Forschungslcken bestehen, die sich durch bestehende Kompetenzen, oder aufgrund des erwarteten globalen Potenzials durch noch zu entwickelnde Kompetenzen, fllen lassen.

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