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Strompreise leicht gesunken aber nicht berall profitieren Verbraucher

Heidelberg. Deutsche Verbraucher mssen nach dem Rekordhoch im Jahr 2017 wieder etwas weniger fr Strom bezahlen. Seit Jahresbeginn ist der Strompreis bundesweit durchschnittlich um 0,6 Prozent gefallen. Doch nicht berall knnen Stromkunden profitieren. Wo es in den nchsten Wochen teurer und wo billiger wird, zeigt eine Analyse der Tarifexperten von Verivox.

 Erhhungen in Baden-Wrttemberg und Nordrhein-Westfalen, Senkungen in Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen und Brandenburg

Bereits zum Jahreswechsel hatten rund 200 Grundversorger ihre Preise angepasst. Fr Mrz und April haben nun noch einmal 26 Grundversorger Preisnderungen angekndigt: 11 Versorger senken ihre Preise um durchschnittlich 4,4 Prozent und 15 Versorger erhhen um 3 Prozent. Fr einen Musterhaushalt mit einem Stromverbrauch von 4.000 Kilowattstunden (kWh) bedeuten die Preissenkungen eine Entlastung von durchschnittlich 60 Euro. Bei den Preiserhhungen sind es Mehrkosten von rund 34 Euro.

Wo Strom teurer und wo billiger wird, ist abhngig vom Wohnort: Auf Strompreiserhhungen in den nchsten Wochen mssen sich vor allem Verbraucher in Baden-Wrttemberg und Nordrhein-Westfalen einstellen. Senkungen betreffen vor allem Sachsen, Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburg. Besonders fr Verbraucher in Brandenburg sind das positive Nachrichten, denn hier ist Strom seit Jahren so teuer wie in keinem anderen Bundesland, sagt Mathias Kster-Niechziol, Energieexperte beim Vergleichsportal Verivox.

kostromumlage und Beschaffungspreise gesunken

Dass seit Jahren erstmals auch wieder nennenswerte Strompreissenkungen zu verzeichnen sind, ist auf die Entwicklung der Einkaufspreise, Umlagen und Netzentgelte zurckzufhren: Die kostromumlage sank leicht von 6,88 Cent/kWh auf 6,792 Cent/kWh und auch die Beschaffungskosten waren 2017 im Vergleich zum Vorjahr rcklufig. Der mengengewichtete Durchschnittspreis an der Strombrse EEX gehandelter Produkte lag im Jahr 2016 bei 32,64 Euro pro Megawattstunde (MWh). Im Jahr 2017 lag der durchschnittliche Preis bei 31,32 Euro/MWh, was einer Preissenkung von vier Prozent entspricht. Ein Viertel des Strompreises wird zudem ber die Netzentgelte bestimmt, die sich regional zwar unterschiedlich entwickelten, im Bundesschnitt aber ebenfalls um vier Prozent zurckgegangen sind.

Gnstigere Beschaffungskosten und Umlagen hatten bei vielen die Hoffnung auf weitreichende Strompreissenkungen geweckt. Doch die allermeisten Versorger haben ihre Preise stabil gehalten, erklrt Mathias Kster-Niechziol. Seit Jahresbeginn haben nur etwa 250 der ber 800 Grundversorger ihre Preise gendert. Im vergangenen Jahr waren es zu diesem Zeitpunkt weit ber 500 Versorger. Der Strompreis befindet sich mit aktuell durchschnittlich 28,04 Cent pro Kilowattstunde immer noch auf einem sehr hohen Niveau.

Kndigungsrecht nutzen Sparpotenzial von rund 300 Euro

Verbraucher sollten Preisnderungen zum Anlass nehmen, um ihren eigenen Tarif auf die Probe zu stellen. Anbieter sind gesetzlich verpflichtet, ber Preisnderungen sptestens 6 Wochen vorher zu informieren und mssen Verbrauchern auch ein Sonderkndigungsrecht einrumen. Stromkunden, die noch in der Grundversorgung sind, kommen jederzeit aus dem Vertrag. Das ist gesetzlich geregelt. Die Preisdifferenz zwischen den Anbietern ist hoch: Je nach Wohnort spart ein Vier-Personen-Haushalt, der aus der Grundversorgung zum besten Tarif mit verbraucherfreundlichen Bedingungen wechselt, mehrere hundert Euro.

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